Über mich

 

Ich heiße Ali-Riza Akyol, bin 49 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in Gelsenkirchen Buer.

 

Geboren bin ich in Gelsenkirchen-Horst, als Kind einer typischen Zuwandererfamilie. Mein Vater hatte einen Grundschulabschluss, meine Mutter hatte die Schule nicht besucht. Die Zeiten waren nicht rosig, wir haben mit sechs Personen eine 50 m² Wohnung geteilt, wir hatten kein Warmwasser, keine Dusche. Wir waren aber glücklich, weil wir an eine bessere Zukunft geglaubt haben.

 

 

 

Schule / Studium

 

Nach der Realschule bin ich in die Oberstufe zum Aufbaugymnasium in Gelsenkirchen-Buer gewechselt. Ein einschneidendes Erlebnis war mein USA-Auslandsjahr in Kalifornien. Das Gefühl der Freiheit, internationale Freundschaften und der Perspektivwechsel haben mich geprägt. Dort habe ich mich auch das erste Mal als Deutscher gefühlt, weil mich alle als den Deutschen vorgestellt haben. Nach meinem dualen BWL Studium hat es mich wieder ins Ausland verschlagen.

 

 

 

Auslandsjahre

 

Ich habe zwei Jahre in Honkong, je ein halbes Jahr in Spanien und Frankreich und anschließend zwei Jahre in China gelebt. Diese Aufenthalte haben mich eins gelehrt, ich bin kein Deutscher und kein Türke, ich bin in erster Linie ein Mensch. So gehe ich jetzt durch die Welt, so erziehe ich meine Kinder.

 

Wenn mich Freunde fragen, warum ich nach vielen Auslandsaufenthalten wieder nach Gelsenkirchen gekommen bin, sage ich ihnen, Gelsenkirchen ist Heimat. Hier leben Menschen, die ich liebe.

 

 

 

Politik

 

Ich bin vor 15 Jahre in die Politik gegangen. Zunächst war ich fünf Jahre im Integrationsrat, anschließend 10 Jahre im Stadtrat. Ein Mandat ist ein Ehrenamt. Wie der Name es ausdrückt, ist es für mich eine Ehre, wenn mich Menschen wählen und bitten, ihre Interessen zu vertreten. Ein Mandat ist aber auch immer Verantwortung, der ich versuche, gerecht zu werden.

 

Wenn mich Menschen fragen, warum bist du in der Politik, sage ich, ich kann nicht anders. Ich setze mich gerne für andere ein, ich übernehme gerne Verantwortung, es bereitet mir Freude anderen zu helfen. Ich bin auch in der Politik, weil ich etwas zurückgeben will. Alles, was ich habe und das was ich bin, habe ich dieser Stadt und diesem Land zu verdanken.

 

 

 

Zentrale Herausforderungen

 

Zu den zwei zentralen Herausforderungen unserer Stadt gehören der Strukturwandel und die Integration zugewanderter Menschen. Mit meinem Master in Internationalem Management, meiner Berufserfahrung in zwei Konzernen und als selbstständiger Unternehmer habe ich das nötige wirtschaftliche Rüstzeug. Was die Integration von zugewanderten Menschen betrifft, bin ich selbst das lebende Beispiel einer gelungenen Integration.

 

 

 

Wichtige Maßnahmen

 

Wir brauchen eine sofortige Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahme in den Zentren. Diese sollen zu grünen Oasen der Stadt und zu wichtigen Anlaufstellen der Bürger werden. Meine Kinder sollen in einer grünen Stadt großwerden.

 

Aus dem Bürgerservice muss ein bürgerfreundlicher Service werden. Unflexible lange Wartezeiten gibt es nur in Gelsenkirchen und darf es zukünftig nicht mehr geben.

 

 

 

Potenziale

 

Als die Stadt mit dem niedrigsten pro Kopf Einkommen und mit der höchsten Kinderarmut in ganz Deutschland können wir es uns nicht leisten auf Potenziale zu verzichten.

 

Wir müssen die Westfälische Hochschule stärker an das städtische Leben einbinden und der Stadt mehr Dynamik verleihen.

 

Ein Startup Center an der westfälischen Hochschule soll dazu beitragen zukunftsgerichtete, innovative und moderne Arbeitsplätze zu schaffen.

 

 

 

Herz

 

Wenn man meinen Reden folgt, fällt immer wieder der Ausdruck „Herzensangelegenheit“ auf. Das ist kein Zufall. Ich glaube, Menschen, die ihrem Herzen folgen, sind immer auf dem richtigen Weg. Denn: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Antoine de Saint-Exupéry

 

 

 

Ihr Ali-Riza Akyol